Virtuelle Messen und digitale Veranstaltungen als Antwort auf die Corona-Krise Teil 2

Die Servparc wird 2020 als virtuelle Messe stattfinden. Bild und Logo: Mesago

Seit Teil 1 erreichten mich noch mehr Hinweise zu weiteren digitalen Veranstaltungen und virtuellen Messen, die ich natürlich gern als Praxisbeispiele weitergebe:

Inhaltsverzeichnis

Mesago: digitale Messe

Die Mesago Messe Frankfurt GmbH verkündet aufgrund der Corona-Krise, die Messe Servparc (Messe für Facility Management und Industrieservice) in diesem Jahr in digitaler Form auszurichten. Das virtuelle Event wird zum geplanten Messetermin vom 17. bis 18. Juni 2020 angekündigt.

Schwerpunkt der digitalen Veranstaltung sollen Live-Kurzvorträge zu aktuellen Themen der Branche wie Digitalisierung und Nachhaltigkeit sein. Auch interaktive Programmpunkte seien geplant. Der Veranstalter kündigt nähere Informationen zur Veranstaltung, zum Programm sowie zur Registrierung in Kürze auf der Messewebsite an.

Wiferion: virtuelle Produktpremiere

Das Fraunhofer Spin-off Wiferion, Hersteller von Energiesystemen für mobile Robotikanwendungen, lädt am 23. April 2020 um 10.30 Uhr zur digitalen Weltpremiere seines induktiven Schnellladesystems ein.

Virtuelle Produktpremiere. Screenshot: www.wiferion.com
Virtuelle Produktpremiere. Screenshot: www.wiferion.com

Die Online-Veranstaltung soll Live-Demonstrationen der Produktneuheit sowie des gesamten Produktportfolios umfassen. Besucher sollen Gelegenheit haben, die Unternehmensgründer, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, Partner sowie auch Kunden des Unternehmens kennenzulernen. Interessierte können sich vorab registrieren.

Altair: Webinare statt Hannover Messe

Software-Anbieter Altair bietet als Ersatz für die abgesagte Hannover Messe vom 20. bis 24. April 2020 die kostenlose Webinar-Reihe »Transformation durch Simulation – Lösungen für Ihre Digitalisierungsstrategie« an. Dabei soll vermittelt werden, wie Kunden des Unternehmens mit der passenden Digitalisierungsstrategie ihre Entwicklung vorantreiben.

Webinare als Ersatz für die ausgefallene Hannover Messe. Screenshot: web.altair.com
Webinare als Ersatz für die ausgefallene Hannover Messe. Screenshot: web.altair.com

Jeden Tag um 15:00 Uhr bietet ein Webinar Einblicke in unterschiedliche Entwicklungsdisziplinen. Informationen zu den Themen und Registrierungsmöglichkeit finden sich auf der Website.

Fraunhofer: Produkte der Control-Sonderschau

Die Fraunhofer-Vision-Sonderschau »Berührungslose Messtechnik« im Rahmen der Control-Messe ist seit vielen Jahren ein fest etablierter Marktplatz. Zum 16. Mal sollten Firmen und Forschungseinrichtungen ihre Neuheiten aus den Bereichen optische Mess- und Prüfsysteme sowie Komponenten wie Sensoren und Kamerasysteme vorstellen.

Nach Absage der Messe für das Jahr 2020 bietet das Institut auf seiner Website einen kompakten Überblick über die Systeme, die auf der Sonderschau hätten präsentiert werden sollen.

Sappi: virtueller Interpack-Stand

Nach Absage der Interpack 2020 hat sich Verpackungshersteller Sappi dazu entschieden, seinen Messestand virtuelle zu öffnen. Vom 6. bis 31. Mai 2020 werden online die Produktneuheiten und das Portfolio des Bereiches »Packaging and Speciality Papers« vorgestellt.

Virtueller Interpack-Messestand. Screenshot: www.sappi-psp.com
Virtueller Interpack-Messestand. Screenshot: www.sappi-psp.com

Mit dem virtuellen Messestand möchte das Unternehmen noch in diesem Jahr Kunden und Interessierte über die Bandbreite und die Qualität der eigenen Lösungen sowie bereits realisierter Anwendungen informieren. Die Interpack wurde auf 2021 verschoben, dort will das Unternehmen seine Lösungen dann »offline« präsentieren. Vor dem Besuch des virtuellen Messestands ist eine Registrierung notwendig.

Krones: virtueller Interpack-Messestand

Auch Krones bietet Kunden und Interessierten die Möglichkeit des Besuchs seines virtuellen Interpack-Messestans an. Der virtuelle Stand soll ab 28. April 2020 betretbar sein. Er will Antworten auf die Fragen geben, wie man den vorherrschenden Ressourcenkonsum in eine nachhaltige Kreislaufwirtschaft lenken kann und welche Möglichkeiten die Industrie hat, diesen Wandel zu vollziehen. Für Fragen, Wünsche und Anregungen stehen laut Unternehmensangabe vom 28. bis 30. April zwischen 10:00 Uhr und 18:00 Uhr Standbetreuer per Live-Chat zur Verfügung. Informationen zum Besuch gibt’ auf der Website.

Rehau: digitaler Messestand

Nach Absage der Fensterbau Frontale will Rehau seine Neuheiten auf einem digitalen Messestand präsentieren. Hierzu plant das Unternehmen, in Kürze eine digitale Messeshow zur Verfügung stellen, auf der Besucherinnen und Besucher die Inhalte selbst erkunden oder exklusive Einblicke erhalten, indem sie mit dem zuständigen Außendienstmitarbeiter einen persönlichen Termin für eine Tour vereinbaren.

Blick auf den virtuellen Messestand. Bild: Rehau
Blick auf den virtuellen Messestand. Bild: Rehau

Videos und Unterlagen sollen mit nur wenigen Klicks zu finden sein. Die Plattform soll laufend aktualisiert und erweitert werden. Interessierte müssen sich auf der Website registrieren.

Steinel: eigener TV-Kanal

Mit dem neuen Format »Steinel TV« will der Hersteller für Gebäudesensorik eine Plattform für den Austausch zu Fragen der Digitalisierung und den Auswirkungen der Corona-Krise auf das menschliche und berufliche Verhalten und Miteinander bieten. Zu den Sendungen seien Experten aus Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft per Videokonferenz eingeladen.

Das Angebot startete am 9. April 2020 mit der ersten Ausstrahlung. Im unternehmenseigenen TV-Studio am Stammsitz in Herzebrock sollen in den nächsten Wochen digitale Gesprächsrunden zu unterschiedlichen Themen entstehen. Die Sendungen bleiben nach der Aufzeichnung verfügbar.

Phoenix Contact: virtuelle Konferenz statt Hannover Messe

Elektrotechnik-Hersteller Phoenix Contact lädt vom 20. bis 22. April 2020 zu einer virtuellen Konferenz mit Fachvorträgen, Interviews und Expertenrunden ein.

Die virtuelle Konferenz hat ein volles Programm. Bild: Phoenix Contact
Die virtuelle Konferenz hat ein volles Programm. Bild: Phoenix Contact

Während der Veranstaltung sollen Live-Chats den direkten Kontakt für Fragen und Erfahrungsaustausch mit Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Unternehmens ermöglichen. Danach sollen Interessierte noch bis zum 30. April 2020 die digitale Ausstellung besuchen können. Infos und Anmeldemöglichkeiten über die Website.

Hamilton: Webinare statt Kundenbesucher

Im Geschäftsbereich Process Analytics der Hamilton Bonaduz AG werden als Alternative im Bereich der Kundenbetreuung und des Tagesgeschäfts Webinare eingesetzt. Die Webinare sollen nicht den persönlichen Kontakt, der vor allem im Vertrieb sehr wichtig sei, ersetzen. Aufgrund der aktuellen Kontaktbeschränkungen böten digitale Plattformen eine sehr gute Möglichkeit, Bestandkunden und Interessenten die eigenen Produkte zu erläutern und Anwender zu Wort kommen zu lassen. Themen und Registrierungsmöglichkeit für die Webinare gibt es auf der Website.

Zuken: digitales Kundenevent

Die »Zuken Innovation World Deutschland 2020« wird aufgrund des Veranstaltungsverbots wegen der Corona-Krise als digitale Vortragsreihe angeboten. Ab 5. Mai werden laut Unternehmensangabe die Inhalte an jeweils 1,5 Stunden verteilt über 2 x 3 Tage pro Woche angeboten (jeweils Dienstag bis Donnerstag von 10:00 bis 11:45). Die Teilnahme ist kostenlos, Informationen zur Anmeldung bietet die Website.

Weitere Beispiele in Teil 3.

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