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Entwicklung von Markennamen 2018

Digitale Verkaufsberater, die Produktempfehlungen nach eigenen Kriterien aussprechen, virtuelle Sprachassistenten oder reale Influencer – die Hürden für Marken, um ihre Zielgruppen zu erreichen, seien hoch und vieles müsse im Interesse der Zukunftsfähigkeit überdacht werden, meint die Namensagentur Nomen. Das gelte auch für Namensentwicklungsstrategien und -prozesse. Durch die Globalisierung seien die Anforderungen heute höher denn je, denn Markennamen haben sich zu globalen Vokabeln entwickelt, die über alle sprachlich-kulturellen, markenrechtlichen und technischen Hürden hinweg funktionieren und die jeweiligen Produkte und Unternehmen im Wettbewerb differenzieren müssen.

Emotionale Marnkennamensstrategien

Künstliche Intelligenz sehe man besonders in Deutschland mit einer Mischung aus gespannter Erwartung und angespannter Sorge. Gefragt seien daher Namen, die sich leicht und eindeutig aussprechen lassen sowie die mögliche Vorbehalte oder Ängste vor dem Produkt ausräumen. Rational erklärbare, technisch klingende Namen für Hightechprodukte seien out, Emotionen sollen Treiber für den Erfolg sein: Je intelligenter das Produkt sei, desto menschlicher sollte der Name sein. Als Belege nennt die Agentur unter anderem die Namen für Sprachassistenten oder personalisierte Roboter: Alexa, Siri, Cortana, Bixby, Josie Pepper, Casey, Kuri. Diese Namen klängen gut, wirkten sympathisch und vertraut. Sybille Menschlich wirkende Namen sollen Berührungsängste abbauen, weil sie dem Anwender Identifikationsmöglichkeiten bieten und ihm durch den ständigen Dialog sogar ans Herz wachsen können. Die Empfehlung sei daher, in Namensfragen nicht zu kopflastig zu sein. Es sei nicht zielführend, Produkteigenschaften im Namen auszuloben, das sei Aufgabe der Markenkommunikation. Beschreibenden Namen, so sieht es die Agentur, würden in eine Sackgasse führen, da sie branchenübergreifend verwendet werden und keine Differenzierung ermöglichen.

Markenbereinigung

Der zweite Trend sei nicht neu, aber anhaltend: Viele Hersteller verschlanken ihre Markenportfolios, um Kunden und Geschäftspartnern eine bessere Orientierung zu bieten, die Wiedererkennbarkeit und Markenschlagkraft zu steigern sowie Geschäftsprozesse insgesamt zu vereinfachen. Auch Namen für Apps kämen zunehmend auf den Prüfstand. Hier gehe der Trend zur Systematisierung, also zur Bündelung von unterschiedlichen Funktionen in einer App unter einer Namensklammer. Ziel sei, dem Kunden durch logisch benannte Connected-Services das Leben leichter zu machen. [via Open-PR]

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