Zieh die gute Laune an

Früher war alles besser. Wirklich? Werfen wir doch einfach einen kurzen Blick auf eine Mode-Anzeige, Zeitraum Mitte der 1980er:

Wrangler-Anzeige, Mitte der 1980er, Quelle (Zeitschrift) leider nicht mehr bekannt.
Wrangler-Anzeige, ca. Mitte der 1980er, Quelle (Zeitschrift) leider nicht mehr bekannt.

Selbst einem Modemuffel wie mir kommen die Outfits heute ziemlich gruselig vor. Ähnlich geht’s mir mit dem Text, bei dem ich überlegen muss, was uns der Künstler damit sagen wollte:

Rund um sie verstreut lagen die Knäckebrotkrümel. Auf der Party wär’s nicht passiert. Aber auch nichts anderes. Tote Hose sozusagen. Erst wollten sie ja. Aber an der affigen Fliege war der gute Vorsatz gescheitert. Jetzt ließen sie den Abend locker angehn. In weigeschnittenen Jacken und Jeans, alles aus der neuen Wrangler-Kollektion. Und in jedem Knopfloch steckte mehr Spaß als in der ganzen Party.

Sujets aus den 1970ern waren da … provokanter.

Aktuellere Sujets sind internationaler und kommen mit deutlich weniger Text aus. Im Gegensatz zur obigen Anzeige werden die Kleidungsstücke in der jeweiligen Situation inszeniert. Da bedarf es einfach keines erklärenden Textes mehr – und das ist IMO wesentlich besser:

Bilder: Toth + Co
Bilder: Toth + Co

Im Juni gab Wrangler bekannt, die Agentur gewechselt zu haben (von Toth + Co zu Mother New York). Am 6. September 2019 wurde die neue globale Markenkampagne »Wear with Abandon« bekanntgegeben (könnte man als »trag’s mit Hingabe« übersetzen). Auch hier wird (glücklicherweise) auf Text verzichtet.

Sujet aus der neuen Kampagne »Wear with Abandon«. Bild: Mother New York

Sujet aus der neuen Kampagne »Wear with Abandon«. Bild: Mother New York

Mehr Infos zur Kampagne gibt’s auf den Seiten der Agentur Mother.

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