Kundengewinnung per E-Mail

Symbolbild: Pixabay (CC0)

Schnell, messbar, kostengünstig: E-Mail-Kampagnen, die zur Direktansprache neuer Interessenten und Käufer eingesetzt werden, können ein effizientes Werbeinstrument sein. Was Marketer beachten müssen, wenn sie zum ersten Mal auf diesen Kanal setzen, erläutert die Agentur Interactive One in einer Checkliste mit fünf Schritten.

1. Marketingziel

Der erste Schritt bei allen Marketingaktionen ist die Festlegung der Kampagnenziele. Das gelte auch für den Einsatz von Standalone-E-Mails, die an bisher unbekannte Empfänger verschickt werden. Im Unterschied zur kommerziellen Kommunikation mit Bestandskunden ziele der digitale Kanal in diesem Fall vor allem auf Neukunden. Standalone-Kampagne würden aber auch effizient genutzt, um Branding-Effekte zu verstärken, den Bekanntheitsgrad zu steigern oder zumindest das Interesse zu wecken. Ein zentrales Marketingziel könne aber auch der Ausbau des Adressdatenstamms sein, um zum Beispiel die Abonnements von eigenen Newslettern anzukurbeln.

2. Zielgruppen

Im zweiten Schritt sei zu prüfen, ob Standalone-Kampagnen für das Produkt oder die Dienstleistung überhaupt geeignet sind. Generell gelte: je größer die Zielgruppe, desto größer die Erfolgschance. Fast ohne Einschränkungen richte sich zum Beispiel die Werbung für Herrenrasierer an alle Männer. Je komplizierter und erklärungsbedürftiger das Produkt jedoch sei, desto aufwendiger gestalte sich die Mailkommunikation, zum Beispiel im digitalen B2B-Dialog, wo zunächst geeignete Adressen gefunden werden müssen und die Zielgruppe sehr spitz definiert sei.

3. Ressourcenauswahl

Im dritten Schritt erfolge die umfassende Aufstellung der nötigen Ressourcen. Gibt es neue Empfängeradressen, Texte und Illustrationen bereits betriebsintern? Was muss zugekauft werden? Im Firmenalltag könne diese Aufgabe für kleine oder mittelständische Unternehmen (KMU) in diesem Stadium schon zu groß werden, denn der Aufbau einer geeigneten technischen und inhaltlichen Infrastruktur sei kostenträchtig. Hier könne ein Dienstleister die richtige Wahl sein, schließlich sollten etwa Werbetemplates oder Landingpages so gestaltet sein, dass sich Inhalt, Navigation und Aufbau der Website responsiv an verschiedene Endgeräte anpassen. Spezialisierte Agenturen würden zudem sicherstellen, dass die EU-Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) und die geplante E-Privacy-Richtlinie korrekt angewandt und beispielsweise seriöse Adressverkäufer und Datenanbieter engagiert werden.

4. Der passende Dienstleister

Im vierten Schritt werde der passende Dienstleister oder die passende Agentur ausgewählt: Bei einer Premiere mit Standalone-E-Mailmarketing liege die Wahl eines Full-Service-Anbieters nahe, der die Werbemittel bestmöglich an das Versandsystem anpassen und so Zustellungsfehler vermeiden helfe. Höhere Zustellungsraten würden auch erreicht, wenn die technischen Systeme von der Certified Senders Alliance (CSA) zertifiziert wurden. Zu den weiteren Kriterien bei der Agenturwahl zählten die zusätzlichen Serviceleistungen wie A-/B-Tests und ein Blacklist-Abgleich mit den eigenen Bestandskunden, da diese auf keinen Fall mit Angeboten für Neukunden angesprochen werden sollten.

5. Leistungskontrolle

Im letzten Schritt müsse die Leistung der Kampagne genau betrachtet werden: Welche Öffnungs- und Klickraten wurden erreicht? Wie hoch war der ROI? Agenturen sollen auf solche Kernfragen die Antworten geben und auf einer fundierten Datenbasis aktuelle und zukünftige Aktionen optimieren. [via Pressebox]

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