B2B-Themen 2019

Symbolbild: Pixabay CC0

Digitale Technologien verändern den Alltag im B2B-Marketing, Prozesse werden automatisiert und KI (künstliche Intelligenz) soll es möglich machen, auf die individuellen Bedürfnisse der Zielgruppe einzugehen und die Strategie danach auszurichten. Für Marketingverantwortliche sei es daher wichtig, die Geschäftsmodelle und das Mindset so aufzustellen, dass sie die Chancen der Digitalisierung für sich nutzen und dadurch Wettbewerbsvorteile schaffen können. Der Bundesverband Industrie Kommunikation e.V. (bvik) hat hierzu das Trendpaper »Künstlich – virtuell – menschlich: Fünf Thesen zur Zukunft des B2B-Marketings« veröffentlicht sowie die Trends und Themen aus Vorstandssicht für das B2B-Marketing im Jahr 2019 identifiziert.

Das aktuelle Trendpaper will einen Diskurs über die wichtigsten Themen, Trends und Prognosen für das B2B-Marketing liefern sowie Fakten, Hintergründe und Meinungen von Experten aus Wissenschaft und Praxis beleuchten. Es steht auf der Verbandswebseite gegen Registrierung zum Download zur Verfügung.

Die folgenden fünf Thesen beschreiben und diskutieren mögliche Zukunftsszenarien:

  1. Interdisziplinäre, agile Teams ersetzen Fachsilos
    Die Auswirkungen der Digitalisierung werden uns im Marketing auch weiter intensiv beschäftigen. Wir werden Fachsilos reduzieren und interdisziplinäre, agil zusammengesetzte Teams brauchen, um die Anforderungen der nächsten Jahre erfolgreich zu lösen. Das ist eine große Chance, dem Marketing eine noch prägendere Rolle in der B2B-Kommunikation zu geben.« (Kai Halter, bvik- Vorstandsvorsitzender und Director Marketing, ebm-papst Mulfingen GmbH & Co. KG)
  2. Mehr Verantwortung des Marketings für Entwicklung digitaler Geschäftsmodelle
    »Gerade in Zeiten neuer Geschäftsmodelle, die vor allem auch neue digitale Mehrwerte generieren, werden Grenzen zwischen Vertrieb und Marketing immer durchlässiger. Das klassische Marketing im bisherigen Industriegeschäft, in dem die Regel galt, dass erst ein Produkt komplett entwickelt sein musste, bevor es in den Markt kommuniziert wird, ist heute überholt. Klar ist, dass zukünftig ein Changeprozess stattfindet, der zu neuen Geschäftsmodellen führt und die Aufgaben zwischen Marketing und Vertrieb verändert. Das Marketing nimmt heute viel früher die Rolle wahr, Trends aus dem Markt zu identifizieren, um diese für die Vermarktung der eigenen Leistung erfolgreich einzubeziehen. Darüber hinaus müssen Marketer neue, zunehmend digitale Angebote frühzeitig verstehen und gemeinsam mit dem Vertrieb die Kommunikationsstrategie zum Markt entwickeln. Es liegt also mehr denn je in der Verantwortung des Marketings, sich mit neuen Geschäftsmodellen so rechtzeitig zu beschäftigen, dass daraus erfolgreiche Marketingkonzepte entstehen können. Dieser Herausforderung müssen wir uns als Marketingverantwortliche stellen.« (Silke Lang, bvik-Vorstand und Leitung Marketing Mobile Hydraulics der Bosch Rexroth AG)
  3. Kombination aus Automatisierung und persönlicher Kundenbeziehung
    »Wenn es um die Kommunikation mit potenziellen Kunden geht, zählen die ersten paar Sekunden. Diese entscheiden, ob man Erfolg hat oder nicht. Dies wird 2019 nicht weniger relevant, ganz im Gegenteil! Das Rennen wird derjenige machen, der echtes Interesse zeigt. Ziel ist es, den Kunden bereits mit dem Bedürfnis abzuholen, von dem er im besten Fall noch gar nicht weiß, dass er es hat. Leichteres Spiel hat das Unternehmen, das auf Marketing Automation und/oder künstliche Intelligenz setzt. Tools, die Daten – in welcher Form auch immer – sammeln, auswerten, damit nahezu perfekte Userprofile erstellen und dann sogar passgenaue Werbetexte kreieren, vereinfachen das Marketing und die Kommunikation mit Kunden enorm. Die Kunst bei all dieser „Zauberei“ ist allerdings, die Ergebnisse so zu verpacken, dass der Kunde nicht merkt, dass hier Automatisierung im Hintergrund läuft. Denn dann hat man schon verloren. So bleibt die persönliche Kundenbeziehung nicht ganz zu vernachlässigen, die durch keine Automatisierung und keine künstliche Intelligenz ersetzt werden kann. Wer also diese Kunst beherrscht, wird den anderen einen Schritt voraus sein.« (Ramona Kaden, bvik-Vorstand und Geschäftsführerin der Star Publishing GmbH)
  4. Just do ist – schnelles, unternehmerisches Handeln auf allen Ebenen
    »Digitalisierung, Agilität, Transformation – die Buzzwords andauernd nur in den Mund zu nehmen, bringt uns im globalen Wettbewerb keinen Vorteil. Die Welt dreht sich weiter, ob wir darüber sprechen oder nicht. Im Trend liegt auch 2019 das „Machen“. In der immer kürzeren Zeit, die den Unternehmen für Entwicklungen und Entscheidungen bleibt, ist schnelles, unternehmerisches Denken und vor allem Handeln auf allen Ebenen essenziell. Das gilt für das Marketing in den Industrieunternehmen, erst recht aber bei den Kommunikationsdienstleistern, deren Asset die größeren Freiheitsgrade im Denken und Handeln sind.« (Jens Fleischer, bvik-Vorstand und Geschäftsleiter Strategie und Beratung der medienformer GmbH) [via Pressebox]

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