Corporate-Influencer: Angestellte trennen zwischen Beruf- und Privatleben

Bild: pixabay/TeroVesalainen

Beim Corporate-Influencer-Marketing hakt es laut einer Umfrage der Agentur Nexum oft noch beim notwendigen Engagement der vermeintlichen Unternehmensbotschafter. Die Umfrage »Mitarbeiter als Markenbotschafter« wurde von der Agentur unter 107 Fach- und Führungskräften aus der Kommunikations- und Beratungsbranche durchgeführt.

Die Interaktion in sozialen Netzwerken sei demnach für den Großteil der Nutzer Privatsache, denn 70 % der befragten berufstätigen Personen likten oder teilten niemals oder lediglich selten Unternehmensinhalte. Rund 50 % der Befragten sähen in der fehlenden Trennung von Beruf und Privatleben einen starken Störfaktor; konkret dann, wenn durch liken, kommentieren, teilen oder versenden, die persönlich empfundene Grenze unscharf wird.

Eine der größten Herausforderung für strategische Kommunikatoren sei es heute, Mitarbeiter zu motivieren, überhaupt und kontinuierlich möglichst positiv über das eigene Unternehmen zu kommunizieren.

Im digitalen Zeitalter gewinnen Mitarbeiter als Produzenten und Botschafter von Inhalten weiter an Bedeutung. Doch wie motiviert man Mitarbeiter, Inhalte zu multiplizieren? Auf welche Barrieren treffen sie? Hindert die Mitarbeiter fehlendes Knowhow, zeitliche und/oder persönliche Restriktionen? Auf diese Fragen haben wir Antworten gesucht

wird Adriane Lennartz, Leiterin Corporate Branding & Communications, zu den Beweggründen für die Umfrage zitiert. Bei der Umfrage wurden laut Agentur vier Interaktionsmöglichkeiten mit zunehmender Intensität definiert: Like-klicken (Like), Beitrag öffentlich teilen (Share), Beitrag öffentlich kommentieren (Comment), Beitrag an ein oder mehrere Personen senden (Send). Diese Interaktionen konnten mit den Optionen nie, selten, häufig, immer quantifiziert werden.

Zeitmangel und Trennung von Arbeit und Privatleben

Neben dem Wunsch, private und berufliche Tätigkeiten abzugrenzen, nannten laut Agentur 42 % der Befragten die fehlende Zeit im Arbeitsalltag als Grund dafür, nicht als Markenbotschafter in Erscheinung zu treten. Auch inhaltliche Aspekte sollen eine große Rolle spiele: 30 % erstellen keine Inhalte, weil sie nicht wissen, was erwartet wird bzw. noch nie gefragt wurden (27 %). 24 % möchten nicht in der Öffentlichkeit stehen. Knapp 20 % nennen fehlende Skills (»ich kann nicht gut genug schreiben«) als Grund für ausbleibendes Engagement.

Die Teilnehmer der Umfrage kamen laut Agentur überwiegend aus den Branchen Agentur, Werbung, Marketing und PR (36,4 %), IT & Internet (16,8 %) sowie Unternehmensberatung, Wirtschaftsprüfer und Recht (11,2 %). [via Presseportal]

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