Umfrage unter Marketing-Verantwortlichen auf der EMO 2019

Uneinheitliches Bild bei den wirtschaftlichen Erwartungen. Bild: plümer

Laut der »Marketingleiter/innen-Umfrage Produktionstechnik 2019/20« sollen sich die Marketingbudgets in der Produktionstechnik- und Metallbearbeitungsbrache im kommenden Jahr unterschiedlich entwickeln. Die Umfrage wurde von der Hamburger Kommunikationsagentur plümer)communications unter 51 Kommunikationsverantwortlichen Mitte September auf der Werkzeugmaschinenmesse EMO in Hannover durchgeführt.

Demnach beabsichtigen 35 % der Unternehmen, 2020 mehr in Kommunikation und Marketing zu investieren, rund ein Drittel erwartet keine Änderung der finanziellen Ressourcen und 31 % gehen davon aus, dass ihnen im kommenden Jahr weniger Budgetmittel zur Verfügung stehen werden.

Laut Agentur spiegelt dies auch die insgesamt gemischten Gefühle wider, mit denen die Befragten den kommenden zwei Jahren wirtschaftlich entgegensehen. Mehr als die Hälfte der befragten Marketingverantwortlichen bewerte die Zukunftsperspektiven in ihrem Marktumfeld als »weder gut noch schlecht«, rund 29 % erwarteten »eher positive«, ca. 16 % hingegen »eher negative« Aussichten. Für das eigene Unternehmen rechneten 57 % bis 2021 mit positiven Perspektiven.

Diese Kanäle sollen in den nächsten 2 Jahren wichtiger werden. Bild: plümer
Diese Kanäle sollen in den nächsten 2 Jahren wichtiger werden. Bild: plümer

Herausforderung Digitalisierung

Hinsichtlich der aktuell größten kommunikativen Herausforderungen stehe der Auf- und Ausbau des digitalen Marketings an erster Stelle. Auf Platz zwei folge die eingängige Vermittlung der teilweise sehr komplexen Produkte. Drittgrößte Aufgabe sei das Management der immer weiter wachsenden Zahl unterschiedlicher Kommunikationskanäle.

Social-Media-Kanäle und Onlinewerbung werden in Zukunft für das Marketing als wichtiger angesehen, aber auch Messen und Events, E-Mail-Marketing sowie PR- und Medienarbeit sollen in den kommenden zwei Jahren an Bedeutung gewinnen.

Auch kein eindeutiger Trend bei der Budgetentwicklung. Bild: plümer
Auch kein eindeutiger Trend bei der Budgetentwicklung. Bild: plümer

Konservativer Vertrieb

Obwohl die Kommunikation zunehmend digital stattfindet, gestalte sich der Vertrieb nach den Ergebnissen der Umfrage derzeit noch konservativ. Für die Mehrheit von knapp 40 % der Befragten seien B2B-Plattformen wie »Amazon Business« oder »Wer-liefert-Was?« heute noch bedeutungslos, für rund ein Drittel spielen die Plattformen derzeit eine sehr kleine Rolle. Nur 4 % gaben an, dass dieser Vertriebskanal bereits großes oder sehr großes Gewicht für ihr Geschäft einnimmt.

In die Zukunft blickend, messen knapp 25 % diesem Vertriebskanal keine Bedeutung zu, ca. 33 % gingen von einer nur sehr kleinen Bedeutung der B2B-Plattformen aus. Nur ca. 16 % rechneten damit, dass die Plattformen bis 2021 eine wichtige Rolle für den Absatz spielen werden.

Social Selling, die Vertriebsanbahnung über Social Media, spiele für ein Drittel heute überhaupt keine oder nur eine sehr kleine Rolle, während für ca. 10 % diese Form der Kundenansprache heute bereits wichtig oder sehr wichtig sei. Die Zukunft von Social Selling sei umstritten: Gut 40 % gehen davon aus, dass die vertriebsorientierte Social-Media-Arbeit bis 2021 nur eine geringe Rolle für ihr Unternehmen spielen werde, während rund 25 % mit einer großen bzw. sehr großen Bedeutung für das Vertriebsgeschäft rechne. [pm]

Über die Umfrage

Die Marketingleiter-Umfrage wird von der Hamburger Kommunikationsagentur plümer)communications erhoben. Sie untersucht die derzeit größten Herausforderungen für Marketing und Kommunikation der Produktionstechnik. Die Umfrage erfasst außerdem die Entwicklung der Kommunikationsbudgets und fragt, wie Marketing- und PR-Manager/innen die Zukunftsaussichten in ihrem Markt beurteilen. Für die diesjährige Erhebung wurden am 17. September 2019 im Rahmen von fragebogengestützten Face-to-Face-Interviews 51 verantwortliche Manager/innen auf der EMO Hannover 2019 befragt.

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