Eingestellt: Computer Bild Spiele

Cover-Rückschau.

Am 7. August 2019 erschien mit Ausgabe 9/19 die letzte Ausgabe des Spielemagazins »Computer Bild Spiele« (CBS). Die erste Ausgabe erschien im November 1999 und kostete damals 2,00 DM (= 1,02 EUR), die aktuelle wurde für 6,50 EUR verkauft (= 12,71 DM).

CBS war das auflagenstärkste Spielemagazin. In Q1/2003 verzeichnete die IVW noch eine verkaufte Auflage von 700.029 St. Konkurrenten wie Gamestar (verkaufte Auflage Q1/2003: 349.117 St.; Quelle: IVW) und PC Games (verkaufte Auflage Q1/2003: 242.344 St.; Quelle: IVW) ließ sie damit weit hinter sich. Medienberichten zufolge lag die verkaufte Auflage zuletzt bei unter 30.000 St.

Titelseiten der ersten und der letzten Ausgabe der »Computer Bild Spiele«. Bilder: Springer
Titelseiten der ersten und der letzten Ausgabe der »Computer Bild Spiele«. Bilder: Springer

Man sieht, dass die Redaktion die letzte Ausgabe mit viel Liebe gestaltet hat. Sowohl die Erst- als auch die Letztsaugabe hatten auf den Titeln Age of Empires II. Somit schließt die Redaktion nach 20 Jahren den Bogen ins Jahr 1999. Im Magazin gibt es 6 Seiten Rückblick auf 20 Jahre CBS, und im ganzen Heft sind die Lieblingsmomente der Redakteure verteilt. Auf den letzten Seiten des Magazins wartet noch eine Doppelseite mit Covern der letzten 20 Jahre – ein würdiger Abschluss.

Rückblick 20 Jahre CBS

Klasse: Im Anschluss an den Rückblick bedanken sich die Lara Crofts von der ersten bis zur aktuellen Generation beim Team der CBS – eine tolle Anzeige von Square Enix!

Tomb Raider bedankt sich bei CBS.
Der Anzeigentext lautet:
Die Zeiten ändern sich. Auch ich habe mich über die Jahre immer wieder neu erfunden und fühle mich heute besser denn je. Ich freue mich darauf, mich auch in Zukunft mit euch auf computerbild.de in neue, spannende Abenteuer zu stürzen. Eure Lara Croft

Persönlich lag mir das Magazin nie besonders. Wir bezogen die Spiele-Infos als Teenies aus der »Power Play«. Später waren Titel wie PC Player (Youtube-Tipp: alle Multimedia-Leserbriefe der PC Player) oder Gamestar viel näher an diesem Konzept als die CBS. Das bestätigte sich nach einem Testkauf Anfang der 2000er, in dem meine Augen erstmals das Sprachmonster »Spieleverbesserungsprogramm« erblickten (gemeint war »Patch«) – und es gab noch mehr Eindeutschungen von Begriffen, die mangels besserer Alternativen vorher nie übersetzt wurden.

Lesenswerte Zusatzinfos:

Teilen:

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*