Angezählt: Gemeindeblatt In Krailling

Wie Merkur.de berichtet, wird das Gemeindeblatt »In Krailling« eingestellt. Basis ist ein Urteil des BGH (Pressemeldung zum Urteil vom 20. Dezember 2018 – I ZR 112/17 ), laut dem kostenlose Mitteilungsblätter nicht presseähnlich sein dürfen. Gemäß Bericht ging die Initiative vom Bürgermeister aus, der bereits im Wahlkampf gegen das Blatt geschossen hatte:

Es kann nicht sein, dass eine Gemeinde mit Steuermitteln der Presse Konkurrenz macht.

wird er zitiert. Damit könnte die 40. Ausgabe vom April 2019 auch die letzte sein, die zum Recherchezeitpunkt auf der Website der Gemeinde noch zum Download aufgelistet war.

Gemeindeblatt »In Krailling«, Titelseite der 40. Ausgabe.
Gemeindeblatt »In Krailling«, Titelseite der 40. Ausgabe.

Das Gemeindeblatt ging im Oktober 2008 an den Start, wie ebenfalls Merkur.de meldete. Für die damalige Bürgermeisterin war Ziel, »mit den Bürgern direkt in Verbindung [zu] treten«. Die Kosten beliefen sich laut Bericht auf 1200 EUR pro Ausgabe, Redakteurin war zu Beginn die Bürgermeisterin selbst. Einige ältere Ausgaben finden sich noch auf yumpu. darunter auch die Erstausgabe.

Titelseite der Erstausgabe des Gemeindeblatts »In Krailling«.
Titelseite der Erstausgabe des Gemeindeblatts »In Krailling«.
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