Infografik: obs/news aktuell GmbH/Sebastian Könnicke

Studie zu Streuverlusten in der PR

Streuverluste in der PR variieren je nach Kommunikationskanal. Bei den sozialen Medien sollen sie am höchsten sein, bei den klassischen Medien am geringsten. Über die Hälfte der Unternehmensbotschaften in sozialen Netzwerken sollen irrelevante Zielgruppen erreichen, bei der Kommunikation über Print, Radio und TV solle es dagegen nur jede vierte Maßnahme sein. Dies vermeldet die dpa-Tochter news aktuell, die zusammen mit Faktenkontor und Toluna die Studie »Wege zum Verbraucher 2020« durchgeführt hat. Zur Ermittlung der Streuverluste wurde laut der Agentur die Diskrepanz zwischen den Erwartungen deutscher Kommunikationsexperten und der tatsächlichen Mediennutzung der deutschen Bevölkerung ausgewertet.

Demnach soll es bei sozialen Medien zu den höchsten Streuverlusten kommen, da gemäß der Studie über die Hälfte der Botschaften Personen erreicht, die nicht zur gewünschten Zielgruppe gehören (58%). Bei den Online-Medien sei die Kommunikation effektiver, denn hier verfehle nur knapp jede dritte Maßnahme die Zielgruppe (32%). Am wenigsten Streuverluste gebe es bei den klassischen Medien, hier seien es 23%.

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Streuverluste in der PR variieren je nach genutztem Kommunikationskanal: Bei Social Media sind die Streuverluste am höchsten, bei den klassischen Medien am geringsten. Zu diesem Ergebnis kommt die Studie »Wege zum Verbraucher 2020«, die news aktuell in Kooperation mit Faktenkontor und dem Marktforscher Toluna durchgeführt hat. Infografik: obs/news aktuell GmbH/Sebastian Könnicke

Zur Ermittlung der Streuverluste wurden laut Pressemeldung im Rahmen einer repräsentativen Online-Befragung 2000 Deutsche befragt, wie sie unterschiedliche Medientypen zur Informationssuche nutzen. Parallel wurden 265 deutsche Kommunikationsexperten nach ihren Erwartungen in Bezug auf die Ergebnisse der Bevölkerungsumfrage befragt. Anschließend werteten die Autoren die Abweichungen zwischen den Erwartungen der PR-Profis und dem tatsächlichen Nutzungsverhalten aus. Als Grundlage für die Analyse diente das Kommunikationsmodell von Jürg Leipziger (2007).

Über die Studie »Wege zum Verbraucher 2020«

Die Studie stellt die Ergebnisse einer Bevölkerungsbefragung denen einer B2B-Kommunikatorenbefragung gegenüber. Dabei untersucht die vorliegende Analyse die Abweichungen zwischen tatsächlichen Ausprägungen und den Erwartungen deutscher Kommunikationsexperten. Durchgeführt wurde die Studie von Faktenkontor in Kooperation mit Toluna und der dpa-Tochter news aktuell.

Untersuchungsdesign: Onlinebefragung
Teilnehmer: 2.000 Deutsche ab 18 Jahren, repräsentativ nach Alter,
Geschlecht, Bundesland und 265 deutsche Kommunikationsexperten aus
PR-Agenturen und Pressestellen
Befragungszeitraum: Juni bis August 2018

[via Presseportal, eine Website von news aktuell]

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