Umstieg auf ClassicPress

Quelle: www.classicpress.net

Das CMS Wordpress kenne ich jetzt seit Verison 0.72, also seit knapp 16 Jahren. Es war damals das (aus meiner Sicht) einzige CMS, das auch ein PHP-Laie wie ich ohne allzugroßen Lernaufwand anpassen konnte. Trotz zunehmend komplexerer Templates und unzähligen Plugins war Einfachheit immer ein herausragendes Merkmal des CMS.

Und dann kam Gutenberg. Ein neuer Editor ist bestimmt kein Fehler, dem »klassischen« Editor Tiny MCE sieht man sein Alter schlicht und einfach an. Da mangelnde »User Experience« heute schon als Killerkritierium gilt, ist der Wunsch nach einem neuen Editor nachvollziehbar. Leider konnte ich mich mit Gutenberg nicht anfreunden. Es gab ein paar nette Features (Farbpalette, moderne Anmutung, bessere Seitengestaltung), in Summe ist der Editor jedoch nicht ausgereift (z.B. sporadisches Hinzudichten eines 2. Leerzeichens beim Einfüngen kopierten Textes, Hänger) und ist nach meinem Ermessen in der Bedienung viel umständlicher (z.B. fehlende Zeichentabelle oder weniger Möglichkeiten beim Setzen interner Links).

Also entweder das Plugin »Classic Editor« nutzen, bis es nicht mehr unterstützt wird, oder auf den Fork ClassicPress (CP) umsteigen, deren Gründern bei WP auch so einiges gegen den Strich ging. Alle Plugins, bis WP 4.9.x laufen, laufen auch bei CP, die Programmierer versprechen ein weniger aufgeblähtes und damit performanteres System und sympathisch ist, dass die Weiterentwicklung demokratisch sein soll. Die Gründer positionieren CP als »business-focused CMS«, was hoffen lässt, dass neue Komponenten erst nach Erreichen eines gewissen Reifegrades implementiert werden. Nach außen sieht man nichts, denn es gilt: gleiches Auto, anderer Motor, gleiche Handhabung.

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