#Blogswirken – oder doch nicht?

Bild: katrinhilger.com

Heute sind es Influencer, gestern waren es Blogger und morgen werden es andere Gruppierungen sein, die die Rolle als »Gatekeeper« im Web einnehmen. Damit schonmal vorweg die Hypothese meines Beitrags zu #Blogswirken, der Blogparade von Katrin Hilger.

Den ersten Blogbeitrag verfasste ich am 30. Januar 2003, den letzten am 15. April 2011, dazwischen gab es immer wieder Pausen, die notwendig waren, um sich neu zu sortieren. Der Inhalt des ersten Beitrags war von dem des letzten so weit entfernt wie die Sonne vom Neptun. Von den ganzen Blogs, die damals in meiner Blogrolle waren bzw. die ich regelmäßig verfolgte, sind noch die von Herrn Zorn, Herrn Preidel, Herrn Jarchow und Herrn Kantel aktiv.

Ich durfte miterleben, wie Blogs gehypt, später als Klowände des Internets geschmäht und mittlerweile vom »Relevanz-Radar« mehr oder weniger verschwunden sind. Ich durfte erleben, wie Blogs kamen und gingen, gingen, gingen, teils auch wieder kamen und sich tatsächlich auch 10 Jahre und länger hielten.

Früher, so kommt’s mir vor, war mehr Lametta, sprich: mehr Vernetzung, mehr Spaß, mehr respektvoller Zoff. Diese Dinge sind heute in die sozialen Medien abgewandert – wie man hört, nicht immer zum Vorteil der Höflichkeit und des gegenseitigen Respekts. Heute bestimmen gefühlt mehr Business, Zielstrebigkeit und »Professionalität« die Inhalte. Trotzdem lese ich sie auch nach über 16 Jahren immer noch gern, auch wenn sich der inhaltliche Schwerpunkt verschoben hat. In Fachblogs blitzt nach meinem Geschmack zu wenig eigene Meinung durch, Trendthemen wie Beauty und Kochen tangieren mich nur peripher und daher verfolge ich andere Blogs als vor 16 Jahren. #Blogswirken immer dann, wenn die Macher*innen mit Engagement und Leidenschaft dahinterstehen. Ob sie nun die Masse bedienen oder nur für den Longtail relevant sind, ist doch egal. #Blogswirken, denn ohne Hilgerlicious gäbe es diesen ersten »richtigen« Blogbeitrag seit 2011 gar nicht, und dafür herzlichen Dank!

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