70% von Online-Marketing-Aktivierungsmaßnahmen verfehlen Abverkaufsziele

Grafik: BSI

Kunden sollen im Online-Handel durch vielfältige Onlinemarketing-Aktivitäten und Suchmaschinenoptimierungen von Markenherstellern zum Kauf bewegt werden. 70% dieser digitalen Aktivierungsmaßnahmen verfehlen jedoch ihr Ziel . Dies ist das Ergebnis einer Untersuchung des Brand Science Institute (BSI), das rund 1300 Probanden befragt und 120 Digital-Activation-Programme untersucht hat.

Zwei Drittel der befragten Kunden bemängeln laut der Studie den hohen Anteil redundanter Informationen, die im Kaufprozess wenig informativ und kauftreibend wirken. Die Untersuchung habe erhebliche Mängel in der Abstimmung der Kontaktpunkte untereinander gefunden, die auch durch klassische Customer-Journey-Modelle bisher nicht berücksichtigt würden. Grund für diese Entwicklung sei, dass Online-Händler und E-Commerce-Plattformen standardisiert aus den jeweiligen zentralen Produktdatenbanken (PMS) von Markenunternehmen gespeist werden. Nicht berücksichtigt würden im Rahmen des Kaufprozesses auf den Kunden zugeschnittene Inhalte am jeweiligen Kontaktpunkt. Außerdem fehle eine klare Rollenverteilung der Plattformen.

Grafik: BSI
Grafik: BSI

Zur Steigerung digitaler Abverkaufszahlen hat das BSI daher einen Ansatz entwickelt, der sich dieser Probleme annehmen will. Der Ansatz schließe laut Aussage des Marktforschers eine der größten Lücken im Rahmen digitaler Kaufprozesse und soll die Wirkung kaufrelevanter Maßnahmen um bis zu 83% steigern. Das Verfahren im Überblick:

  1. Im ersten Schritt werden relevante Online-Händler und -Plattformen nach emotionalen und motivationalen sowie primären User- und Traffic-Daten identifiziert.
  2. Jeder Plattform wird eine Rolle im Rahmen des Kaufprozesses zugeteilt. Die Touchpoints werden dabei aufeinander abgestimmt, um den Beitrag aus der Summe jedes einzelnen Touchpoints zu maximieren.
  3. Auf Basis dieses Digital-Activation-Journey-Ansatzes und unter Berücksichtigung der Suchalgorithmen von Google, Amazon und der identifizierten E-Retailer werden klare Strukturen abgeleitet, die sowohl die Suchmaschinen als auch die Kauftreiber der User adressieren.

Diese Verbesserung werde dadurch erreicht, dass den bisher rein willkürlich geführten Online-Händlern und -Plattformen nun klare Rollen zugeteilt werden können. Hierdurch sollen kaufrelevante und optimierende Maßnahmen in der jeweiligen Stufe des Kaufprozesses zusammenhängend eingeleitet werden können, die in ihrer Wirkung bis zu 83% effektiver verlaufen. Gleichzeitig werde die Lücke bisheriger Customer-Journey-Modelle geschlossen, die bisher nur nachträglich die Rolle und Zusammenhänge der jeweiligen Kontaktpunkte untersucht und den Kaufeinfluss häufig nur unterrepräsentiert berücksichtigt haben. [via Presseportal]

Teilen: