Neues Messekonzept für DIN

Messeauftritt von DIN auf der Hannover Messe 2018 / Foto: Christian Kruppa

Normung ist einfacher als viele denken – und auch für digitale Zukunftstechnologien höchst relevant. Diese Kernbotschaft des DIN (Deutsches Institut für Normung e. V.) auf der diesjährigen Hannover Messe inszenierte die Münchener Agentur 3c mit einem Messestandkonzept, das die vielfältigen Themen rund um Normung und Standardisierung für zahlreiche Besucher zu einem interaktiven und spielerischen Erlebnis machte. Aufgabe der Agentur 3c war es, DIN am neuen Standort in Halle 8 mit seinen Kernbotschaften und Kernkompetenzen aufmerksamkeitsstark in Szene zu setzen.

Die Herausforderung dabei war nach Agenturangaben, dass DIN auf seiner Präsentationsfläche kaum vorzeigbare beziehungsweise anfassbare Ausstellungsstücke zu präsentieren hatte, denn die Produkte, Leistungen und Informationen von DIN sind weitestgehend immateriell. Vor dieser Situation entwickelte die Agentur eine einfache Lösung, indem sie aus dem Messestand von DIN sein eigenes Exponat machten. Als »Normungsfabrik der Zukunft« sollte der DIN-Messestand den Besuchern über interaktiv steuerbare, animierte Projektionen alles vermitteln, was sich über Normung und Standardisierung zu wissen lohnt.

Messeauftritt von DIN auf der Hannover Messe 2018 / Foto: Christian Kruppa

Messeauftritt von DIN auf der Hannover Messe 2018 / Foto: Christian Kruppa

Den zweiseitig offenen, rund 100 m² großen Messestand begrenzte nach hinten eine halbrunde, gegliederte Wandfläche aus vier unterschiedlich hohen Elementen. Inhaltliche Grundidee des Messestands war, auf diesen Wandelementen jeweils einen der vier entscheidenden Schritte jedes Normungs- und Standardisierungsprozesses darzustellen. Rund um diesen strukturierenden »Weg der Normung« wurden alle weiteren Informationen verteilt. Neben DIN war der Beuth-Verlag, ein Tochterunternehmen des DIN, der zweite Protagonist dieser Inszenierung. Die großformatige Illustration der »DIN-Normungsfabrik« sorgte nach Agenturangaben für die gewünschte Aufmerksamkeit bei den Messebesuchern. Zugleich soll sie dem DIN-Team auch die Möglichkeit geboten haben, alle Prozesse und Zusammenhänge rund um Normung und Standardisierung mit visueller Unterstützung zu erläutern.

Für die Besucher war es zudem eine Überraschung, dass konventionelle, farbig kaschierte Sperrholzwände berührungssensitiv sein können. Dahinter steckten kapazitive Sensoren, die an der Rückseite von mehr als 60 aufgedruckten »Schaltern« der Maschine angebracht waren. Sobald ein Besucher einen dieser Punkte berührte, löste die Veränderung des elektrischen Feldes eine Projektion aus. Die Art der Projektion erfolgte nicht durch allseits bekannte LED-Wand- beziehungsweise Touchscreen-Ästhetik, sondern mit hochmodernen Short-Throw-Beamern mit jeweils 20.000 Lumen. Hinzu kam, dass jede ausgelöste Interaktion auch mit einem individuellen Sound versehen war. Hinter diesem so einfach und analog wirkenden multisensorischen Erlebnis steckte eine von 3c maßgeschneiderte elektronische Steuerung sowie eine eigene Programmierung mit Spezialsoftware.

Matthias Gindhart, verantwortlicher Creative Director von 3c: »Unser Konzept, auf gestalterisch und technisch originelle Weise die Normung selbst zum Hauptdarsteller des DIN-Messestands zu machen, ist aufgegangen. Die ›Normungsfabrik der Zukunft‹ als haptisch-visuell-akustische Interaktionspräsentation hat von den Besuchern viel positive Resonanz bekommen und den DIN-Mitarbeitern deutlich mehr und vor allem signifikant bessere Gespräche als in den Vorjahren ermöglicht.« [via openPR]