Chinesische Firmen geben Gas bei Markenanmeldungen

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China sei auf dem besten Weg, die USA bei Markenanmeldungen im Ausland bis zum Jahr 2020 zu überholen, so eine neue Studie von CompuMark, einem Anbieter für Markenrecherche und Markenschutz. Allein in den letzten zwei Jahren habe sich die Anzahl der chinesischen Markenanmeldungen in ausländischen Registern verdoppelt, 2017 waren es laut der Untersuchung fast 120.000. Die Studie »Chinese Brands Go Global« wurde nach Information des Unternehmens mithilfe von Saegis durchgeführt, einer führenden Markendatenbank. Dabei wurden über 60 Millionen aktive Marken in 186 Markenregistern in über 200 Ländern analysiert. Die Anzahl der Anmeldungen chinesischer Marken in den USA sei demnach seit 2014 um 800% gestiegen. Mehr als 50.000 der insgesamt 120.000 Anmeldungen chinesischer Marken im Ausland wurden 2017 in den USA eingereicht, was etwa 10% aller Anträge entspreche, die in einem Jahr an die US-Markenregister gestellt werden. Die Zahlen werden so interpretiert, dass eine Verlagerung weg von Chinas bisherigen Zielmärkten in Südostasien hin zu den USA als Hauptmarkt für chinesische Marken stattfinde.

Auch im Inland wächse das chinesische Markenregister weiterhin stark. Für international agierende Unternehmen sei der chinesische Markt besonders interessant, weshalb sie dort auch ihre Marken registrieren wollen. So sei Chinas nationales Markenregister derzeit das größte der Welt. 2017 genehmigte die Volksrepublik mehr als fünf Millionen neue Markenanmeldungen. Im internationalen Vergleich verzeichnete das chinesische Register damit 60% der globalen Markenanmeldungen.

Markenanmeldungen enthalten Informationen über Märkte (Registrierungsland), Zeit (Anmeldetag), Quelle (Bewerberland) und Geschäftstätigkeit (Klassen und Spezifikationen). Die Studie füge nach Informationen des Unternehmens diese Informationen zusammen und zeige, in welchen Ländern chinesische Markenanmeldungen eingereicht werden, wo die Markenanmelder in China sitzen und welche chinesischen Industrien das Wachstum globaler Marken ankurbeln, was Rückschlüsse auf die wirtschaftliche Lage des Landes zuließe. Jeff Roy, President bei CompuMark, wird dazu wie folgt zitiert: »Trends bei Markenanmeldungen können als aussagekräftige Indikatoren für die Wirtschaft in dem Markt des Absenders dienen. China ist das beste Beispiel dafür. Unsere Studie zeigt, dass chinesische Marken in nur vier Jahren von weltweit Platz 10 auf Platz 2 aufgestiegen sind. Analysen wie diese können den Verlauf des regionalen oder weltweiten Handels aufzeigen und mehr noch: ihn sogar vorhersagen. Wenn sich die aktuellen Trends fortsetzen, werden chinesische Marken in naher Zukunft mit US-amerikanischen Marken um die Vorherrschaft auf dem globalen Markt konkurrieren.« [via openPR]